Magnolienweg 3
63741 Aschaffenburg
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Vielleicht erinnern Sie sich noch an Ihre eigene Schulzeit? An diese kleinen Kunststoffdosen, die stolz auf dem Pausenhof herumgezeigt wurden, oder an das abendliche Ritual, die Zahnspange einzusetzen. Die sogenannte „lose Spange“, fachlich als Aktive Platte bezeichnet, ist auch heute noch ein echter Klassiker in der Kieferorthopädie – und das aus gutem Grund. Sie ist oft der allererste Schritt auf der Reise zu einem gesunden Lächeln und fungiert weniger als starrer Mechaniker, sondern vielmehr als sanfter „Wachstumsmanager“ für Ihr Kind.
Wir erleben oft, dass Eltern unsicher sind, wann der erste Besuch beim Kieferorthopäden sinnvoll ist. Die Aktive Platte kommt meist im sogenannten Wechselgebiss zum Einsatz, also in jener spannenden Phase, in der die Milchzähne wackeln und die bleibenden Zähne ihren Platz suchen. Genau hier liegt die große Stärke dieser Apparatur: Wir nutzen das natürliche Wachstum Ihres Kindes. Anstatt Zähne später mühsam mit viel Kraft zu verschieben, bereiten wir den Kieferknochen schon frühzeitig darauf vor, allen Zähnen genügend Raum zu bieten.
Stellen Sie sich die herausnehmbare Zahnspange wie ein Trainingsgerät vor. Sie besteht aus einem individuell gefertigten Kunststoffkörper, der exakt am Gaumen oder an der Innenseite des Unterkiefers anliegt, sowie aus Halteelementen aus Draht. Das Herzstück sind jedoch oft kleine, eingearbeitete Schrauben. Wenn wir – oder Sie zu Hause nach unserer Anleitung – diese Schräubchen in regelmäßigen Abständen weiterdrehen, wird die Spange minimal breiter. Dieser sanfte Druck gibt dem Kiefer das Signal: „Bitte wachse hier noch ein Stückchen.“ So können wir einen zu schmalen Oberkiefer weiten, Lücken für kommende Zähne offenhalten oder einzelne Zähne, die „aus der Reihe tanzen“, sanft zurückschieben.
Wir wissen, dass der Erfolg einer herausnehmbaren Zahnspange zu 100 % davon abhängt, ob sie auch wirklich getragen wird. Deshalb binden wir unsere jungen Patientinnen und Patienten aktiv in den Prozess ein. Eine Zahnspange ist hier kein medizinisches Übel, sondern ein cooles Accessoire. In unserem praxiseigenen Labor fertigen wir die Platten in den Lieblingsfarben Ihres Kindes an. Ob Neongrün, Ozeanblau, mit viel Glitzer, kleinen Sternchen oder dem Logo des Lieblingsvereins – wenn die Spange gefällt, landet sie viel seltener in der Hosentasche und öfter im Mund. Diese kleine psychologische Komponente ist für uns bei Orthomundis genauso wichtig wie die medizinische Präzision.
Die Behandlung mit aktiven Platten ist Teamwork. Da die Spange zum Essen und zum Sport sowie zum Zähneputzen herausgenommen wird, erfordert sie Disziplin. Wir empfehlen meist eine Tragezeit von ca. 16 Stunden, also hauptsächlich nachmittags bei den Hausaufgaben und nachts während des Schlafens. Das hat für Ihr Kind einen entscheidenden Vorteil: In der Schule, beim Referat oder beim Pausensnack stört nichts. Die Mundhygiene bleibt denkbar einfach, da die Zähne ganz normal geputzt werden können. Auch die Spange selbst lässt sich unter fließendem Wasser mit der Zahnbürste leicht reinigen.
Wir begleiten Sie und Ihr Kind engmaschig, kontrollieren den Sitz der Spange und passen die kleinen Federn und Schrauben an den Fortschritt an. So legen wir in Aschaffenburg gemeinsam das Fundament für eine Kieferform, die später oft aufwendige Behandlungen oder das Ziehen von bleibenden Zähnen überflüssig macht. Es ist ein Weg der kleinen Schritte, der große Wirkung zeigt.